Was sind eigentlich Pessare?

02.05.2025

Von Blaseninkontinenz oder Organsenkungen hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Doch wird immer noch verhalten darüber gesprochen, denn sie gehören in unserer Gesellschaft leider immer noch zu den Tabu Themen. Ist das Eis einmal gebrochen, stellt man erstaunt fest, wie viele Menschen im eigenen Umfeld davon betroffen sind. Viele assoziieren Inkontinenz oder Organsenkungen mit einem Alter fernab der 70. Doch dem ist ganz und gar nicht so.

Häufig kann es bei Frauen mit Einsetzen der Wechseljahre durch die hormonelle Veränderung zunehmend zu Beschwerden im Bereich des Beckenbodens kommen, beispielsweise unkontrollierter Urinverlust oder ein Fremdkörpergefühl durch ein nach unten drückendes Organ. Aber auch junge Frauen können schon von Beckenbodenthemen betroffen sein. Vor allem Schwangerschaft und Geburt können den Beckenboden und den Stütz-und Halteapparat der Organe stark beeinflussen. Ebenso LeistungssportlerInnen können je nach Sportart bereits im Kindes-oder Jugendalter mit Beckenbodenbeschwerden konfrontiert sein. Eine individuelle Abklärung und Therapie sind hier essenziell. Neben der manuellen Beckenbodenbehandlung und dem Beckenbodentraining mittels Übungen oder Biofeedback-Geräten, gibt es auch die so genannte Pessartherapie.

Formen und Funktionen

Pessare gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Sie bestehen aus flexiblem medizinischem Silikon (ähnlich einer Menstruationstasse) und sind für den langfristigen Gebrauch ausgelegt. Für den einmaligen Gebrauch gibt es hingegen auch Pessare, die einem Tampon ähneln und aus einem Schaumstoff bestehen.

Ein Pessar dient dazu, die Beckenorgane sanft zu stützen und ein Widerlager für die Harnröhre zu bilden. Ziel ist es, die Organposition im Alltag und bei körperlicher Belastung positiv zu unterstützen und den unwillkürlichen Urinverlust zu minimieren.

Auch während und nach einer Schwangerschaft können Pessare bei entsprechenden Beschwerden zum Einsatz kommen.

Individuelle Anpassung

Die individuelle Anpassung eines Pessars ist entscheidend. Gerne begleite ich dich bei der Auswahl und Handhabung in meiner Praxis. Falls deine Gynäkologin eine medizinische Notwendigkeit (z.B. Blaseninkontinenz oder eine Organsenkung) diagnostiziert, ist eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen möglich.

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