Vulvodynie, Vaginismus, Klitorodynie oder doch Vestibulodynie?

13.11.2025

Vesti-was? Ja, gar nicht so einfach diese Begrifflichkeiten. Und dennoch wichtig, sie zu kennen, unterscheiden zu können, bzw. sie zu verstehen. Denn Beschwerden sind häufiger als man denkt und vor allem denken viele Betroffene, dass ihre Beschwerden normal wären. Sind sie aber nicht! In vielen Fällen lassen sich Symptome durch gezielte Maßnahmen positiv beeinflussen.

Ein kleiner Überblick:

Fangen wir an mit der Vulvodynie. Hierbei geht es um Schmerzzustände, Brennen, Stechen oder Jucken im Bereich der Vulva. Zur Vulva gehören der Venushügel, die Vulvalippen und die Klitoris.

Als nächstes die Klitorodynie, eine Unterform der Vulvodynie. Hierbei geht es um Schmerzzustände, Brennen, Stechen oder Pochen im Bereich der Klitoris.

Die Vestibulodynie ist ebenfalls eine Unterform der Vulvodynie. Hierbei geht es um Schmerzzustände, Brennen, Stechen oder Jucken - oft bei Berührung oder Druck auftretend - im Bereich des Vestibulum vaginae. Dies ist der Vulvavorhof und bezieht sich auf den Bereich unterhalb der Klitoris und zwischen den kleinen Vulvalippen und umfasst somit die Öffnungen der Harnröhre und der Vagina.

Und zum Schluss der Vaginismus. Hierbei geht es um Schmerzzustände in der Vagina durch unwillkürliches krampfartiges Zusammenziehen der Vaginal- und Beckenbodenmuskulatur. Dies kann gekennzeichnet sein durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder beim Einführen eines Tampons bis hin zur Unmöglichkeit Geschlechtsverkehr zu haben, einen Tampon- oder selbst den eigenen Finger einzuführen.

Gründe für solche Beschwerden können sehr vielschichtig und komplex sein, sodass hier nur einige Bespiele genannt werden, um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen. 😉

Zu den häufigsten Ursachen zählen Verspannungen der Beckenbodenmuskulatur (z.B. nach Geburten, Operationen, Stürzen, Traumen) oder Nervenirritationen (z.B. vom Nervus pudendus), Verletzungen oder Erkrankungen der Haut, Verletzungen der Beckenbodenmuskulatur oder der Nerven. Narbengewebe und Verwachsungen, z.B. nach Dammrissen/schnitten oder Vaginal-/Labienrissen können ebenfalls zu Beschwerden führen. Auch hormonelle Veränderungen (z.B. in Schwangerschaft, Stillzeit und vor allem in den Wechseljahren) oder chronische Schmerzen durch Erkrankungen wie Endometriose können sekundäre Ursachen darstellen.

Was du tun kannst

Wenn du selbst betroffen bist: Du bist nicht allein und musst diese Situation nicht einfach hinnehmen. Erste Anlaufstelle ist hier natürlich deine Gynäkologin. Darüber hinaus ist die interdisziplinäre Begleitung hier sehr wichtig. Gynäkologisch spezialisierte Physiotherapeutinnen oder Osteopathinnen sowie Fachärztinnen im Bereich Endokrinologie, Orthomolekular Medizin oder Dermatologie können hier wertvolle Bausteine in deiner Therapie sein. Auch die naturheilkundliche Betrachtung von Faktoren wie Darmgesundheit, Immunologie und dem Vitalstoffhaushalt kann hilfreiche Ansätze bieten.

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