Beckenboden Check-Up

25.04.2025

Was ist das und wozu das Ganze?

Der Beckenboden besteht aus Muskeln, Faszien und Bindegewebe und verschließt unseren Beckenausgang nach unten. Auf ihm liegen direkt unsere Organe – ganze unten sind das die Harnblase, die Gebärmutter bei Frauen, und der Enddarm. Hätten wir keinen Beckenboden, würde unser Körperinneres einfach nach unten herausfallen.

Der Beckenboden ist für die Harn-und Stuhlkontinenz mitverantwortlich und hält unsere Organe an Ort und Stelle. Außerdem stabilisiert er unseren Beckengürtel beim Stehen und beim Gehen und richtet unser Becken auf. Der Beckenboden ist außerdem beteiligt beim Geschlechtsverkehr und beim Gebären eines Babys. Darüber hinaus trägt ein funktionsfähiger Beckenboden zu einem positiven Körpergefühl und innerer Stabilität bei.

Da der Beckenboden zu großen Teilen auch aus Muskulatur besteht, kann sich der Beckenboden verspannen (Hypertonus) oder aber auch zu schwach sein (Hypotonus) – so wie jeder andere Muskel auch verspannen- oder zu schwach sein kann.

Je nachdem, ob der Beckenboden verspannt-oder zu schwach ist, kann das verschiedene Herausforderungen mit sich bringen. Ganz offensichtlich kann der Beckenboden bei Harn- und / oder Stuhlinkontinenz und bei Organsenkungen involviert sein. Aber auch Beschwerden am Bewegungsapparat, z.B. der Lendenwirbelsäule, der Hüftgelenke, des Schambeins, des Kreuz-und / oder Steißbeins, des Kiefergelenks oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können auf eine Beteiligung des Beckenbodens zurückzuführen sein. Verletzungen und die Entwicklung von Narbengewebe können ebenfalls eine Rolle spielen, wie beispielsweise bei Dammschnitten und Damm- oder Vaginalrissen bei vaginalen Geburten.

Ein Beckenboden Check-Up kann sinnvoll sein, um eine mögliche Beteilung des Beckenbodens an vorliegenden Beschwerden oder Symptomen einzuschätzen und die Ergebnisse in den Therapieplan einzubeziehen.

Wie läuft ein Beckenboden Check-Up ab?

Der Beckenboden Check-Up in meiner Praxis wird nach dem internationalen Pelvic Cycle System (PECY) von Sanfem pro im Liegen und im Stehen durchgeführt. Bei der Untersuchung beurteilen wir die Anspannungsfähigkeit, die Kraft und die Entspannungsfähigkeit deiner Muskulatur. Neben der Untersuchung des Beckenbodens werden auch die Bauchmuskulatur und die Lagebeziehung der Beckenorgane beurteilt.

Wann kann ein Beckenboden Check-Up sinnvoll sein?

  1. Als Differentialdiagnostik: um zu beurteilen, inwieweit der Beckenboden an vorliegenden Beschwerden oder Symptomen, etwa im Bereich des Bewegungsapparats (z.B. Hüfte, Lendenwirbelsäule, Kreuz-und Steißbein, Symphyse, Iliosakralgelenk, Kiefergelenk) oder der Organe des kleinen Beckens (Blase, Gebärmutter, Enddarm), beteiligt sein kann.
  2. Als Funktionsanalyse: Um festzustellen, wie die Beckenbodenmuskulatur angesteuert- und entspannt werden kann. Um festzustellen wie kräftig die Muskulatur ist. Eine frühzeitige Einschätzung der muskulären Situation, beispielsweise einer zu schwachen oder einer verspannten Muskulatur, kann präventiv sinnvoll sein, um mit entsprechenden Maßnahmen auf intensive Lebensphasen einer Frau vorzubereiten (diese Phasen sind z.B. Schwangerschaft, Geburt, Rückbildung und Wechseljahre).
  3. Sportliche Rückkehr: Um die aktuelle Belastbarkeit der Beckenboden- und Bauchmuskulatur nach einer Schwangerschaft und Geburt zu prüfen und den Wiedereinstieg in das Training / die sportliche Aktivität individuell zu begleiten.

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